Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose) wird durch das Epstein-Barr-Virus verursacht und über Speichelkontakt übertragen. Die Erkrankung betrifft besonders Jugendliche und junge Erwachsene. Der Verlauf lässt sich in klar umrissene Abschnitte gliedern; die vollständige Erholung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Die Phasen der Erkrankung

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die typischen Stadien:

Phase Dauer Leitsymptome
Inkubationszeit 4–7 Wochen Keine oder leichte, grippeähnliche Beschwerden
Akute Phase 7–14 Tage Fieber bis 39 °C, ausgeprägte Halsschmerzen (oft mit weißlichen Belägen), geschwollene Lymphknoten am Hals, extreme Müdigkeit
Erholungsphase 2–6 Wochen, teilweise Monate Langsame Besserung der Leistungsfähigkeit, anhaltende Abgeschlagenheit, Milzschwellung kann fortbestehen

Die Übergänge sind fließend. Nicht jeder Betroffene durchläuft alle Stadien in dieser Intensität. Besonders die Müdigkeit kann individuell stark ausgeprägt sein und den Alltag über Wochen einschränken.

Symptome richtig einordnen und ärztlich abklären

Die Kombination aus starken Halsschmerzen, Fieber und geschwollenen Halslymphknoten bei gleichzeitig ausgeprägter Erschöpfung weist auf eine Mononukleose hin. Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, wenn diese Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder die Schluckbeschwerden so stark sind, dass Sie kaum trinken können. Ein einfacher Schnelltest aus dem Blut oder die Bestimmung spezifischer Antikörper sichert die Diagnose. Nehmen Sie keine Antibiotika ohne ärztliche Anordnung ein – insbesondere Ampicillin kann bei einer EBV-Infektion einen großflächigen Hautausschlag auslösen und die Symptome nicht verbessern.

Erholung wirksam unterstützen

Die wichtigste Maßnahme in der akuten Phase ist körperliche Schonung. Gönnen Sie sich Bettruhe, solange Fieber besteht. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, um die Schleimhäute feucht zu halten und den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Gegen Halsschmerzen helfen lauwarme Halswickel und weiche, kühle Nahrung wie Joghurt, Suppen oder Apfelmus. Schmerzmittel mit Paracetamol oder Ibuprofen können nach Rücksprache mit dem Arzt Fieber und Schmerzen lindern; vermeiden Sie Acetylsalicylsäure bei Kindern und Jugendlichen wegen der Gefahr des Reye-Syndroms. Verzichten Sie vollständig auf Alkohol, da das Virus oft die Leber in Mitleidenschaft zieht. Sobald Sie fieberfrei sind, dürfen Sie kurze Spaziergänge an der frischen Luft unternehmen, jedoch keine anstrengenden Tätigkeiten. Sport, schweres Heben und alles, was den Bauchdruck erhöht, sind für mindestens vier Wochen tabu, da eine vergrößerte Milz bei etwa der Hälfte der Erkrankten vorliegt und einrisiko besteht. Ihr Arzt kann die Milzgröße per Ultraschall kontrollieren und Ihnen grünes Licht für die Belastungssteigerung geben.

Komplikationen recht